Ethno-Café am Mittwoch (11.07.): Das schwierige Verhältnis von Photographie und Ethnographie

Wir laden alle Interessierten ganz herzlich  zu unserem Ethno-Café an diesem Mittwoch (11.07) ein. Gemeinsam wollen wir verschiedene Theorien über Fotografie betrachten (Benjamin, Sontag, Barthes etc.) und anhand dieser Beleuchten welche Gefahren und
welche Potentiale in der Fotografie für die Ethnographie bestehen.

„Das ganze Leben der Gesellschaften, in welchen die modernen Produktionsbedingungen herrschen, erscheint als eine ungeheure Sammlung von Spektakeln. Alles was unmittelbar erlebt wurde, ist in eine Vorstellung entwichen.“
(Debord 1967)

Guy Debords Versuch von 1967, die marxsche Theorie zu aktualisieren, stellt die Vorstellung, das Bild in den Mittelpunkt der Betrachtung. Heute, ca. 50 Jahre später, sind Bilder Teil unseres Alltags geworden. Jede/-r kann jederzeit Bilder machen, die modernen Techniken der Bildproduktion haben jedem den Zugang zur Bilderstellung ermöglicht. Für Debord waren die Bilder das, was die gesellschaftlichen Verhältnisse vollkommen überdeckt hat. Moderne Methoden der Produktion von Bildmaterial scheinen dieses manipulative Element zu bestätigen. Der Deepfake ermöglicht es, eine vollkommen realistische alternative Wirklichkeit zu errichten. Auf der anderen Seite ermöglichen uns Bilder einen Einblick in uns bis dahin verschlossene Bereiche der Wirklichkeit. Nicht ohne Grund sind Bilder als Quellen zunehmend in das Blickfeld der
Geschichtswissenschaften geraten. Aber auch auf der emotionalen Ebene bieten uns Bilder einen direkteren Zugang zu den Geschehnissen, die uns ansonsten fern sind. Eindrucksvolle Beispiele dafür sind Robert Capas fallender Soldat oder Jacob August Riis „How the Other Half Lives“. Grund genug also sich eindringlich mit dem Verhältnis von ethnografischem und fotografischem Wissen zu befassen.

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Sommerfest

Liebe Alle

Hier die herzliche Einladung zu unserem Sommerfest am Donnerstag den
12.07. Auch dieses Jahr feiern wir wieder gemeinsam mit der
Kulturanthropologie.

Ab 16 Uhr beginnt der interne Teil der Veranstaltung für das wir ein
buntes Pogramm zusammengestellt haben: Viva Con Agua, Amnesty
International, ein Graffiti-Workshop, Live-Musik und mehr.
Natürlich sorgen wir auch für ausreichend kalte Getränke. Außerdem wird
einen Grill zur Verfügung gestellt, also packt euch Grillgut ein. Damit
es auch andere Leckereien gibt, wird Bringebuffet da sein. Daher wäre es
super, wenn viele etwas zum das Bringebuffet beisteuern.

Ab 20:00 Uhr beginnt dann der offene Teil der Veranstaltung und
tanzbegeisterte werden auf ihre Kosten kommen. Es wird Soul, House und
Techno gespielt werden.

Wir freuen uns schon riesig auf einen schönen Semesterausklang.

Liebe Grüße

Die Sommerfest Orga

Exkursion ins Deutsche Hygiene-Museum in Dresden


Die Fachgruppe lädt ein zu einer Exkursion ins Deutsche Hygiene-Museum in Dresden zur Sonderausstellung „Rassismus – Die Erfindung von Menschenrassen“

Wann:
17. – 18. Juli 2018
Zeitplan:
17.7. 10 Uhr – Treffen am Albaniplatz (falls ihr zu der Uhrzeit noch verhindert seid, können wir das besprechen. Das soll nicht eurem Mitkommen im Wege stehen)
Fahrt mit (gemieteten) Autos, Stadtbesichtigung Dresden, gemeinsames Abendessen
18.7. 11 Uhr – Führung im Museum, eigene Besichtigung, abends Rückfahrt
Kosten:
10€ Eigenbeitrag (für Fahrtkosten, Übernachtung und Eintritt)
Mitbringen:
Isomatte und Schlafsack
Anmeldung:
fg-ethnologie@riseup.net oder in der Liste am schwarzen Brett
Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 15 Personen begrenzt.
Für weitere Infos siehe unten.

Ausführliche Beschreibung:
Seit seiner Gründung 1912 ist die Geschichte des deutschen Hygienemuseums Dresden eng verbunden mit der Geschichte des Rassismus in Deutschland. Als Stätte zur Erziehung der Bevölkerung zu einer gesunden Lebensführung beteiligte es sich an der Normierung körperlichen „Eigenschaften“. Immer wieder fanden Ausstellungen statt, die das Konzept „Rasse“ veranschaulichen sollten. Seit einigen Jahren bemüht sich das Museum diese Geschichte aufzuarbeiten und sie kritisch in die Ausstellungspraxis einzuweben. Teil davon ist die aktuelle Sonderausstellung „Rassismus – Die Erfindung von Menschenrassen“. Die Ausstellung ist das Ergebnis einer mehrjährigen Beschäftigung mit dem Konzept „Rasse“, wie es sich in Objekten der Sammlungen des Museums wiederfindet. Die Ausstellung teilt sich in vier Bereiche auf: Der erste Teil widmet sich Versuchen der Kategorisierung von Menschen, wie wurde versucht Menschen zu unterscheiden, welche Mittel wurden dafür eingesetzt? Im zweiten Teil wird beleuchtet, wie und von wem rassistische Bilder verbreitet wurden und werden. Die geopolitische Dimension des Rassismus wird im dritten Kapitel, das sich besonders der Konstruktion des „Anderen“ im Kolonialismus widmet, eingegangen. Schließlich versucht der vierte Teil der Ausstellung auszuloten, wie wir zusammen leben wollen. Ein wichtiges Thema vor Beginn der Ausstellung war die Frage, wie Rassismus und Gewalt dargestellt werden kann. Wie kann den Betroffenen ein Ort der medialen Repräsentation gegeben werden? Wie können rassistische Inhalte wiedergegeben werden ohne sie zu reproduzieren? Wir wollen die Ausstellung besuchen und uns selbst ein Bild davon machen, wie und ob diese Aufgabe gelöst wurde.

Ethno-Café am Mittwoch (27.06.): Auf Augenhöhe? – Idee, Entstehung und Rezeption eines ethnographischen Dokumentarfilms

Wir laden ein zum Ethno-Café am Mittwoch von 17:15 bis 19:45 mit Dr. Thorolf Lipp. Er hat Ethnologie und Religionswissenschaften studiert und über das Turmspringen in Vanuatu promoviert. Gemeinsam möchten wir seinen Film „Auf Augenhöhe? – Erinnerungen an eine Freundschaft und ihre Folgen“ schauen und ihn anschließend mit ihm besprechen.

Anhand des Filmes möchten wir wesentliche ethnologische Fragen diskutieren: Wer hat das Recht was über wen wie zu sagen? Welche Verpflichtungen geht der*die Forscher*in ein? Welche Konsequenzen haben sein*ihr Handeln mitunter? Was haben die indigenen Partner*innen davon?
Außerdem möchten wir auf Berufsperspektiven in der Bewegtbildindustrie und die damit verbundene Gratwanderung zwischen kommerziellen Mainstream und eigenem Anspruch zu sprechen kommen.

Abstract des Films
Im Alter von 24 Jahren reist der Ethnologe und Filmemacher Thorolf Lipp erstmals zu den legendären Turmspringern von Pentecost im Vanuatu-Archipel. Beeindruckt von der Hartnäckigkeit, mit der die Kastom-Sa ihre Lebensweise in den letzten hundert Jahren gegen westliche Einflüsse verteidigt haben, kehrt er im Laufe der nächsten 15 Jahre immer wieder dorthin zurück. Vor allem zu Bebe Malegel, einem gleichaltrigen Chief, entwickelt sich mit der Zeit eine enge Freundschaft. Die Idee wird geboren, ihn und vier andere Männer zu einem Gegenbesuch nach Deutschland einzuladen. Fünf lange Jahre später kann die Reise endlich stattfinden, die Turmspringer von Bunlap werden in Bayern erwartet. Doch kurz vor dem Aufbruch nimmt eine Tragödie ihren Lauf: Aus Eifersucht, Geldgier und Machtstreben wird Bebe Malegel ermordet. Das gesamte Projekt droht zu scheitern. Erst in letzter Minute findet sich ein neuer Weg, der zum Anfang eines unverhofften Abenteuers wird.

Einladung zum Gemeinsamen Grillen

Wir laden euch/Sie herzlich zum gemeinsamen Grillen und gemütlichen
Beisammensein auf der Ethno-Wiese am 20.06.2018 um 17:00 Uhr ein!
Verpflegung spendiert die Fachgruppe (wir freuen uns natürlich trotzdem
über Beiträge zum Buffet).

!Hinweis!
Das Sommerfest der Ethno und KAEE findet im Juli statt.

Wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend,

Viele Grüße
eure/Ihre Fachgruppe

Ethno-Café am Mittwoch (13.06.): „Interkulturelle Kompetenz – Ein Berufsfeld für Ethnolog/-innen?“

Ganz herzlich laden wir alle Interessierten zur nächsten Veranstaltung im Rahmen des Ethno-Cafés ein! An diesem Mittwoch (13.06) freuen wir uns auf einen spannenden Workshop mit Dr. Ursula Bertels vom Verein Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung (ESE e.V.) zum Thema „Interkulturelle Kompetenz – Ein Berufsfeld für Ethnolog/-innen?“.
(Los geht es ausnahmsweise schon um 16 Uhr im Ethno-Hörsaal).

Interkulturelle Kompetenz gilt als wichtige Schlüsselqualifikation in einer globalisierten Welt. Die Vermittlung dieser Kompetenz stellt im Bereich der Angewandten Ethnologie eine spannende Berufsperspektive für Ethnologinnen und Ethnologen dar. In diesem Workshop mit Dr. Ursula Bertels vom Verein Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung (ESE e.V.) wollen wir erfahren welche Anforderungen, Chancen und Herausforderungen diese Berufsperspektive mit sich bringt und wie wir ethnologisches Material aufarbeiten können, um damit für Laien verständliche, wissenschaftlich fundierte Informationen über andere Kulturen sowie Mechanismen der interkulturellen Verständigung vermitteln zu können.

ESE e.V. wurde 1992 von einer Gruppe von Ethnolog/-innen und Pädagog/-innen gegründet, um zur besseren Verständigung zwischen Menschen mit unterschiedlicher kultureller Herkunft beizutragen und ist Kooperationspartner des Instituts für Ethnologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Ethno-Café am Mittwoch (30.05.): „Ethnologische Museen im Wandel“

Wir laden euch/Sie herzlich zum Ethno-Café an diesem Mittwoch (30.5.) um 18.00 Uhr im Hörsaal des Ethnologischen Instituts ein.
Zu Besuch ist Frau Prof. Dr. Barbara Plankensteiner, Direktorin des Hamburger Völkerkundemuseums, die uns von ihren Erfahrungen und Plänen zur Neukonzeption ethnologischer Museen berichten wird – Was sind Aufgaben und Herausforderungen? Was für neue Möglichkeiten bei der Konzeption von Ausstellungen gibt es? Was gilt es dabei zu beachten?
Nach ihrer Einführung wird es Gelegenheit für Fragen und Diskussion geben.
Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen, es wird bestimmt interessant!

Studentische Vollversammlung am Mittwoch (23.05.)

Liebe alle,

am nächsten Mittwoch (23.05.) laden wir alle Studierenden der Ethnologie
ein zur studentischen Vollversammlung. Themen sind unter anderem:

1.) Die Wahl der neuen Studierendenvertretung (zwei Personen; alle
Interessierten können sich an diesem Abend zur Wahl stellen oder – bei
Abwesenheit – ihre Kandidatur vorher über die Fachgruppe ankündigen).
Aufgabe der Studierendenvertretung ist neben einem „offenen Ohr“ für die
Belange ihrer Kommiliton*innen auch die Vertretung der Studierenden in
der Mitgliederversammlung und dem Instituts-Vorstand.

2.) Die Vorstellung der Ergebnisse der aktuellen Studierendenbefragung
(bzgl. Gendern, englischsprachigen Kursen, Fachgruppe).

3.) Ein Bericht zum aktuellen Stand in der AG „Lehren und Lernen“.

Die Vollversammlung ist auch die optimale Gelegenheit, eure eigenen
Themen einzubringen und zur Diskussion zu stellen. Wir hoffen daher auf
rege Beteiligung! Los gehts ab 19.00 Uhr im Hörsaal des Ethno-Instituts (Theaterplatz 15).

Liebe Grüße,

eure Fachgruppe Ethnologie

Ethno-Café am Mittwoch (16.05.): „Let’s talk!“ – Podiumsdiskussion zum Verhältnis von Missionsarbeit und Ethnologie

Inwiefern hat sich das Machtgefälle innerhalb der Missionsarbeit seit Beginn der Kolonialherrschaft gewandelt? Muss Missionsarbeit heute fortführend als koloniale Praxis verhandelt werden? Wie ist die Ethnologie in diesen Kontext eingebettet?
Aus verschiedenen gesellschaftswissenschaftlichen Perspektiven möchten wir gemeinsam die Wirkungszusammenhänge von Missionsarbeit und Ethnologie diskutieren. Als (angehende) Ethnolog*innen sollten wir uns der strukturellen historischen Verknüpfungen bewusst sein und unsere Rolle und unser Handeln dementsprechend ausrichten. Die Podiumsdiskussion wird begleitet von Dr. Johann Reithofer und Dr. Julia Vorhölter vom Institut für Ethnologie sowie Prof. Dr. Rebekka Habermas und Dr. Richard Hölzl vom Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Geschichte. Los geht’s ab 18 Uhr im Hörsaal des Ethno-Instituts (Theaterplatz 15).