Ethno-Grillen voller Erfolg

Das Ethno-Grillen am Mittwoch war ein voller Erfolg! Wir haben uns sehr gefreut, dass so viele gekommen sind und freuen uns schon auf das Ethno- und KAEE-Sommerfest im Juli!

Eure/Ihre Fachgruppe

 

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Einladung zum Gemeinsamen Grillen

Wir laden euch/Sie herzlich zum gemeinsamen Grillen und gemütlichen
Beisammensein auf der Ethno-Wiese am 20.06.2018 um 17:00 Uhr ein!
Verpflegung spendiert die Fachgruppe (wir freuen uns natürlich trotzdem
über Beiträge zum Buffet).

!Hinweis!
Das Sommerfest der Ethno und KAEE findet im Juli statt.

Wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend,

Viele Grüße
eure/Ihre Fachgruppe

Institutskolloquium: ‚In den Sand geschrieben: Spuren, Brände und das Suchen von Kamelen bei den Teda‘

Am Donnerstag, den 21.06.2018, begrüßen wir Dr. Tilman Musch (Universität Bayreuth) bei uns im Institutskolloquium. Um 16:15 Uhr wird er im Hörsaal des Ethnologischen Instituts seinen Vortrag ‚In den Sand geschrieben: Spuren, Brände und das Suchen von Kamelen bei den Teda‘ präsentieren. Wir freuen uns und laden alle Interessierten herzlich ein!

Bei der Kamelsuche der Teda genügen nicht Kenntnisse von Spuren, denen man folgt, oder Wissen zum Verhalten eines Tieres, das Aufschlüsse über dessen Standort geben könnte. Denn sobald sich ein Kamel aus lagernahen Weidegebieten entfernt, kommt es in Räume, deren Bedeutung ein Suchender kennen muß, um seinen Weg nicht zu verlieren. Solche Räume können gekennzeichnet sein durch Spuren verschiedener Wildtiere. Die Kenntnis dieser Spuren erlaubt Rückschlüsse auf den Raum selbst. Doch auch diese Kenntnis genügt nicht immer, um ein Kamel zu finden. Hier wird dann das „soziale Suchen“ relevant, das heißt, der Suchende fragt nach seinem Kamel. – Jemand, der dieses gesehen haben könnte, wird sich an dessen Brandzeichen erinnern. Beim Erkennen von Brandzeichen geht es um weit mehr als um das Klären von Besitzverhältnissen. Denn bei den Teda-Nomaden werden Brandzeichen zu  mobilen Markern im Raum, die es einem Reisenden erlauben, sich sozial zu orten und seinen Weg zu finden.

Tilman Musch hat zum Nomadismus der Burjaten in Sibirien und der Mongolei promoviert. Seit 2006 arbeitet er in Niger, wo er bisher mehr als 15 Feldaufenthalte durchführte und inzwischen hauptsächlich zu den Tubu Teda forscht. Sein Hauptinteresse gilt dem Nomadimus im allgemeinen, der Anthropologie von Raum und Zeit und der Ethnobotanik.

Webseite der Arbeitsgruppe von Nikolaus Schareika

Webseite

Die neue Webseite http://schareika.uni-goettingen.de/ informiert umfassend über Forschungsprojekte, Publikationen, aktuelle Ausschreibungen der Arbeitsgruppe von Prof. Nikolaus Schareika.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Informationsangebot für Studierende. Neben dem aktuellen Lehrangebot werden im Students‘ Lab Ergebnisse aus studentischen Projekten präsentiert. Im Bereich Student Projects and Field Work Experience werden zahlreiche Angebote zur Mitarbeit an Forschungsschwerpunkten der Arbeitsgruppe im Rahmen von BA-, MA- und Feldforschungsprojekten (zur Zeit in Äthiopien, Benin und Kamerun) vorgestellt.

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und freuen uns über Feedback!

„Europa und das Meer“ – Ausstellung und Buchveröffentlichung

Vom 13. Juni 2018 bis zum 6. Januar 2019 ist am Deutschen Historischen Museum in Berlin die Ausstellung „Europa und das Meer“ zu sehen. Zur Ausstellungseröffnung sind ein gleichnamiger Katalog sowie eine zusätzliche wissenschaftliche Begleitpublikation erschienen.

Zum Fachbeirat der Ausstellung zählte der Kustos der Ethnologischen Sammlung der Universität Göttingen, Dr. Michael Kraus. Für die Begleitpublikation verfasste er den Aufsatz:

Kraus, Michael

2018    Kritik, Einspruch, Paradoxien, Öffnungen – Kurze Anmerkungen zur langen Geschichte der Entdeckungen. In: Elvert, Jürgen und Martina Elvert (Hrsg.). Agenten, Akteure, Abenteurer. Beiträge zur Ausstellung »Europa und das Meer« am Deutschen Historischen Museum Berlin. Berlin: Duncker & Humblot, 133-140.

 

Ethno-Café am Mittwoch (13.06.): „Interkulturelle Kompetenz – Ein Berufsfeld für Ethnolog/-innen?“

Ganz herzlich laden wir alle Interessierten zur nächsten Veranstaltung im Rahmen des Ethno-Cafés ein! An diesem Mittwoch (13.06) freuen wir uns auf einen spannenden Workshop mit Dr. Ursula Bertels vom Verein Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung (ESE e.V.) zum Thema „Interkulturelle Kompetenz – Ein Berufsfeld für Ethnolog/-innen?“.
(Los geht es ausnahmsweise schon um 16 Uhr im Ethno-Hörsaal).

Interkulturelle Kompetenz gilt als wichtige Schlüsselqualifikation in einer globalisierten Welt. Die Vermittlung dieser Kompetenz stellt im Bereich der Angewandten Ethnologie eine spannende Berufsperspektive für Ethnologinnen und Ethnologen dar. In diesem Workshop mit Dr. Ursula Bertels vom Verein Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung (ESE e.V.) wollen wir erfahren welche Anforderungen, Chancen und Herausforderungen diese Berufsperspektive mit sich bringt und wie wir ethnologisches Material aufarbeiten können, um damit für Laien verständliche, wissenschaftlich fundierte Informationen über andere Kulturen sowie Mechanismen der interkulturellen Verständigung vermitteln zu können.

ESE e.V. wurde 1992 von einer Gruppe von Ethnolog/-innen und Pädagog/-innen gegründet, um zur besseren Verständigung zwischen Menschen mit unterschiedlicher kultureller Herkunft beizutragen und ist Kooperationspartner des Instituts für Ethnologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Vortrag und zum Workshop zur Ethnopsychoanalyse von Dr. Jochen Bonz

Liebe Studierende, Doktorand_Innen und Professor_Innen,

hiermit laden wir euch und Sie recht herzlich zum Vortrag und zum Workshop zur Ethnopsychoanalyse von Dr. Jochen Bonz am 27. Juni im Heyne Haus in Göttingen ein. Der Vortrag findet von 9:30-12 Uhr statt und ist für alle Interessierten offen. Der anschließende Workshop findet von 13-18 Uhr statt und erfordert eine Anmeldung bis zum 20. Juni.

Der Vortrag vermittelt einen Einblick in den Forschungsansatz der Ethnopsychoanalyse, seine Geschichte und gegenwärtige Anwendungsgebiete. Die Ethnopsychoanalyse ist ein Versuch, die Analyse von Individuum und Gesellschaft zu verbinden. Einblicke der psychoanalytischen Beziehung, sowie ethnologischer Erkenntnisse werden dabei zusammengebracht. Die Ethnopsychoanalyse beschäftigt sich unter anderem mit der Macht-(Un)Wissen-Beziehung, Interkulturalität und den daraus entstehenden methodologischen Anforderungen von Feldforschung. Das selbstreflexive Erleben der Forschenden wird dabei zentrales Merkmal der ethnologischen Analyse. Die Ethnopsychoanalyse hat sich (ausgehend von Freud und auch Überlegungen Levi-Strauss‘ 1955) durch Parin; Parin-Matthey; Morgenthaler in erster Generation und Nadig; Erdheim u.a. in zweiter Generation entwickelt. Nach dem Vortrag von Jochen Bonz gibt es daher eine Diskussion der unten stehenden Literatur (Erdheim & Nadig 1984; 1987). Bei Interesse und Anfrage per Email senden wir diese im Voraus zu.
Der Workshop im Anschluss wendet die aus dieser Tradition heraus entwickelte Methode der ethnografischen Supervisionsgruppe an (=ethnopsychoanalytische Deutungswerkstatt). Bitte reichen Sie für diese Werkstatt eigenes Material ein. Dies wird dann gesammelt und an die Teilnehmenden des Workshops gesendet. Wir haben im Workshop Zeit für drei, jeweils bis zu zehnseitige Datensätze (Interviewmaterial, Gesprächstranskriptionen, Feldforschungsnotizen, Memos etc.)

Jochen Bonz ist Kulturwissenschaftler und lehrt an der Uni Hildesheim am Institut für Theater, Medien und Populäre Kultur. Er hat selbst in Bremen bei Maya Nadig studiert und gelernt.

Zur Diskussion im Anschluss an den Vortrag:

Nadig, Maya; Erdheim, Mario 1984 (1980): Die Zerstörung der wissenschaftlichen Erfahrung durch das akademische Milieu.

Erdheim, Mario; Nadig, Maya 1987: Wissenschaft, Unbewußtheit und Herrschaft.

Für Anmeldungen zum Workshop bis 20. Juni: J. Bonz, jochen.bonz@gmail.com (über diese Mail wird auch das Datenmaterial bis zum 20. Juni ein- und ausgesendet)

Für allgemeine Fragen zur Veranstaltung und Zusendung der Diskussionstexte: P. Hartung, philipp.hartung@stud.uni-goettingen.de

Wir freuen uns über Ihre und eure Teilnahme am Vortrag und/oder Anmeldungen zum Workshop!

Liebe Grüße, Mara und Philipp

Institutskolloquium: ‚Its Better to Do Business in Africa Than in Europe‘

We are looking forward to Tabea Scharrer’s (MPI Halle) paper ‚Its Better to Do Business in Africa Than in Europe‘ – The relevance of class and generation among European Somalians moving to Kenya.

 

Abstract

This paper brings together considerations about ‘return’ migration, generation and class. While there are still many Somalian migrants going to Europe, at the same time there is a reverse movement taking place. In many cases those ‘returnees’ settle in Kenya. Most of the Somalian ‚returnees‘ are in a similar situation. They have lived in Europe (and North America) for more than ten years. They still receive some of their income from the Global North. And they hold the citizenship of the country of the Global North they had been living in. When looking closer at this group of ‘returnees’ it becomes clear, that almost all of them can be regarded as upper-middle class or upper class (in relation to East African standards), often coming from families which likewise had a rather high socio-economic position in the Somalian society. While the first generation of migrants plan their move to East Africa carefully, many of their children are not even aware that they will stay in the region for the next years to come.

Tabea Schs200_tabea.scharrerarrer is a postdoctoral researcher at the Max Planck Institute for Social Anthropology (Halle). Previously she held positions at the Centre for Modern Oriental Studies (ZMO, Berlin) and the Free University (Berlin). She has conducted research in Tanzania and Kenya on Islamic missionary movements and on migration-related issues in refugee camps as well as in urban areas. Her publications include the monograph ‚Narrative islamischer Konversion: Biographische Erzählungen konvertierter Muslime in Ostafrika‘ (Transcript, 2013) and the edited volume ‚Middle Classes in Africa: Changing Lives and Conceptual Challenges‘ (Palgrave, 2018).

When: Thursday, 14.06.2018, 4:15 pm

Where: lecture hall of our institute