Vortrag im Institutskolloquium:Gewalt und Vertreibung: Probleme der Identifikation des Ethnologen mit seinem Forschungsfeld

Wir freuen uns, am Donnerstag Prof. Dr. Günther Schlee bei uns im Institutskolloquium begrüßen zu dürfen. Prof. Dr. Schlee wird einen Vortag zu dem Thema ‚Gewalt und Vertreibung: Probleme der Identifikation des Ethnologen mit seinem Forschungsfeld‘ halten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zum Vortrag zu kommen!
Wann: 18.01.2018, 16:15 Uhr
Wo: Hörsaal des Ethnologischen Instituts
Abstract: 
Die Sozialanthropologie hat seit Malinowski die langfristige stationäre Feldforschung als ihr Markenzeichen. Der Forscher lernt die lokale Sprache und verbringt mindestens ein Jahr in einer fremden ‚Kultur‘, typischer Weise in einer Dorfgemeinschaft. Dies geht einher mit einer positiven Identifikation. Das Fremde wird erklärt, indem man in ihm einen Sinn entdeckt. Dadurch wird das zunächst Exotische in einen Rahmen gemeinsamer Menschlichkeit eingefügt und – bei allen Besonderheiten und Anpassungen an lokale Bedingungen – als einer universalen Form der Rationalität gehorchend dargestellt.
Die positive Identifikation führt oft zu aktiver Parteinahme, z. B. in der Praxis der Anthropologie als ‚Advocacy‘ und in dem Einsatz für indigene Belange. Forschungen über Gruppen und Kategorien von Menschen, mit denen eine positive Identifikation nicht gegeben ist, sind selten in der Sozialanthropologie. Einige Beispiele für ‚studying up‘ (kritische Studien über Eliten) und die Erforschung von Rassismus würden hierher gehören. Schwierigkeiten gibt es auch, wenn man den sozialanthropologischen Blick auf Terroristen richtet. Schon aus Sicherheitsgründen ist hier eine längerfristige stationäre Feldforschung nicht möglich, eine positive Identifikation ist politisch und ethisch problematisch und das Verstehen der terroristischen Weltsicht könnte zu der Terrorismus-Bekämpfung verwendet werden, obwohl es Bestandteil der Berufsethik von Sozialanthropologen ist, die von ihnen untersuchten Gruppen auf keinen Fall zu schädigen.
Am Beispiel von Arbeiten von Markus Hoehne über Al-Shabab in Somalia soll gezeigt werden, was anthropologisches Verstehen von Terrorismus trotz all diesem bedeuten kann.

Halle/Saale; Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung. Günther Schlee

Günther Schlee ist Gründungsdirektor am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, wo er seit 1999 die Abteilung “Integration und Konflikt” leitet. Zuvor war er Inhaber der Professur für „Sozialanthropologie“ an der Universität Bielefeld. Er hat Honorarprofessuren an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Universität Leipzig inne. In Hamburg studierte Günther Schlee Völkerkunde, Romanistik und Allgemeine Sprachwissenschaft. Promoviert wurde er 1977 über das Glaubens- und Sozialsystem der Rendille, einer Ethnie in Nordkenia. Seine Habilitation erlangte er 1986 in Bayreuth mit Identities on the move: clanship and pastoralism in northern Kenya, einer Arbeit, die sich mit Prozessen der Ethnogenese befasst. Neben ausgedehnten Forschungsaufenthalten in Kenia, Äthiopien und im Sudan war er Gastdozent in Padang (Sumatra) und an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris. Kennzeichnend für die Forschung von Günther Schlee ist das ‚interethnische’ Vorgehen sowie die Kombination von historischen, soziologischen und philologischen Methoden. Davon zeugt auch sein How Enemies Are Made: Towards a theory of Ethnic and Religious Conflict (Berghahn Books, 2008). Seine Herausgeberschaften umfassen die Zeitschrift für Ethnologie (1998-2011), Nomadic Peoples und die Integration and Conflict Studies bei Berghahn Books. 2014 übernahm Günther Schlee die Rolle als Sprecher der International Max Planck Research School on Retaliation, Mediation and Punishment.

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Ausstellungseröffnung am 25.01.2018: ‚Göttinger ethnologische Forschungen 2‘

Am Donnerstag, dem 25. Januar, eröffnen wir um 18.15 Uhr (im Anschluss an das Instituts-Kolloquium) die Ausstellung „Göttinger ethnologische Forschungen 2: ‚Respektvolle Nachbarschaft (Äthiopien)‘ und ‚Geister anrufen (Papua-Neuguinea)'“.
Die kleine Ausstellung wurde mit Studierenden im Wintersemester im Rahmen des Seminars „Ethnologische Ausstellungspraxis“ erarbeitet und präsentiert Aspekte der Forschungen von Echi Gabbert und Christiane Falck.
Zur Eröffnung möchten wir Sie hiermit herzlich einladen. Im Anschluss an die Eröffnung laden wir zu einem Umtrunk ein.
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Ethno-Café am 15.01.: Wissenswertes rund um die Hochschulwahlen

Hochschul-Waaaas
Vom 16.-18. Januar finden in Göttingen wieder die Hochschulwahlen und Urabstimmungen statt. Das ganze ZHG ist voll mit Plakaten, Flyern, Brezeln und diversem anderen Wahlkampfmaterial, mit dem die verschiedenen Hochschulgruppen um unsere Aufmerksamkeit buhlen. Abgegeben werden Stimmen für drei Semestertickets (Bus, Bahn, Kultur) und verschiedene Gremien der studentischen Selbstverwaltung. Aber was versteckt sich eigentlich hinter dem FSP (Fachschaftsparlament), was soll der Fakultätsrat sein und warum stehen auf allen Wahlzetteln die wir erhalten nur die Namen von Studierenden? Wenn ihr euch diese Fragen auch schon mal gestellt habt, wissen möchtet was es mit den Hochschulwahlen auf sich hat und wie diese überhaupt funktionieren, dann kommt zum nächsten Ethno-Café! ACHTUNG, diese Woche schon am Montag (15.01.) ab 18 Uhr im Hörsaal des Ethno-Instituts (Theaterplatz 15)!

Die Georg-August-Universität Göttingen sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt und für die Dauer von 24 Monaten eine/n wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftlichen Mitarbeiter mit dem Schwerpunkt „Museumspädagogik / Kulturelle Bildung im Museum“ – Entgeltgruppe 13 TV-L, 100 %.

Die Georg-August-Universität Göttingen hat sich zum Ziel gesetzt, neue Wege des Wissenstransfers und der Wissenskommunikation zu gehen und die Öffentlichkeit stärker als bisher an ihren materiellen und intellektuellen Gütern teilhaben zu lassen. Dreh- und Angelpunkt dafür wird das zukünftige „Forum Wissen“ sein, ein modernes Wissens-Museum, in dem es um das Wissen-Schaffen aus praxeologischer Perspektive geht und in dem wechselnde Objekte aus den rund 70 dezentralen Sammlungen der Universität an sechs Tagen in der Woche zu sehen sein werden.
Die Ansprache heterogener Zielgruppen und der Wissensaustausch mit einer breiten und diversen Öffentlichkeit ist eines der zentralen Anliegen und Herausforderungen des Forum Wissen. Ziel ist es, das Haus zu einem „sozialen Ort“ im weitesten Sinn zu machen, in dem Begegnung, Austausch und Anregung auf unterschiedlichen Ebenen ermöglicht und gefördert werden. Deshalb soll bereits im Zuge der Ausstellungsplanung ein umfassendes museumspädagogisches Konzept erarbeitet und mit der Ausstellungsplanung verzahnt werden. Dieses Konzept soll ausdifferenzierte Vermittlungs- und Bildungsangebote enthalten, die sich an Besucher und Besucherinnen verschiedener Altersgruppen und Bildungsvoraussetzungen richten und ebenso Aspekte wie kulturelle Vielfalt, Inklusion und Barrierefreiheit berücksichtigen.
Durch die großzügige Unterstützung der Klosterkammer Hannover, die sich entschlossen und wirkungsvoll für die Vermittlung von kulturellen Inhalten an Kinder und Jugendliche engagiert und wegweisende Projekte in den Bereichen Kirche, Bildung und Soziales fördert, ist es der Universität Göttingen möglich, eine/wissenschaftliche Mitarbeiter/in einzustellen, der/die das museumspädagogische Konzept für das Forum Wissen bereits zwei Jahre vor seiner Eröffnung in Zusammenarbeit mit dem kuratorischen Team und in enger Abstimmung mit der Koordinationsstelle der Universitären Schülerlabore erarbeitet und in die Ausstellungsplanung involviert ist.
Hauptaufgaben sind:
1. Entwicklung eines inhaltlichen Gesamtkonzeptes für die Museumspädagogik und Vermittlungs- und Bildungsarbeit im Forum Wissen
2. Planung der räumlichen Anforderungen sowie der Ausstattung der Vermittlungs- und kulturellen Bildungsarbeit
3. Entwicklung eines Kooperationskonzepts mit allen relevanten Partnern
4. Planung der erforderlichen personellen Ressourcen
5. Entwicklung des Betriebskonzepts für die dauerhafte Verankerung der Museumspädagogik/Kulturellen Bildung im Forum Wissen (Personalplanung, Kosten- und Finanzierungsplanung, Marketing und Vertrieb)
6. Entwicklung der konkreten Angebote museumspädagogischer Vermittlung und kultureller Bildung im Forum Wissen
7. Entwicklung eines Konzepts für die Einbindung Studierender in die pädagogische Arbeit im Forum Wissen (z.B. Einrichtung eines Service-Learning-Konzeptes mit Vergabe von Credit Points).
 
Wir wünschen uns eine Persönlichkeit mit ausgeprägter Innovations- und Experimentierfreude, die bereits umfangreiche Erfahrungen mit der Ansprache heterogener Zielgruppen, Fragen der Teilhabe und Partizipation, der Vermittlung von Multiperspektivität und dem Umgang mit kontroversen oder sensiblen Inhalten und Objekten hat.
 
Einstellungsvoraussetzungen sind:
– abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (mind. Magister, M.A., Diplom oder vergleichbarer Abschluss), vorzugsweise mit einem Schwerpunkt im Bereich der kulturellen Bildung, Wissensvermittlung, kulturelle Vielfalt/Diversität, Inklusion und/oder Barrierefreiheit
– umfangreiche Berufserfahrung im Bereich der Museumspädagogik / Bildung und Vermittlung im Museum
– profunde Kenntnisse aktueller Forschungen, Entwicklungen und Fachdiskussionen in diesem Bereich (Publikationen, Tagungen etc.)
– Berufliche Erfahrung in musealen oder museumsähnlichen Strukturen
– Nachweisbare Kenntnisse und Erfahrungen im Projektmanagement und ausgeprägtes Organisationsvermögen
– Kenntnisse universitärer Organisationsstrukturen und Studienorganisation
 
 
Die Stelle wird in der Zentralen Kustodie der Universität angesiedelt sein, in der das kuratorische Team verankert und deren Direktorin zugleich Projektleiterin des Forum Wissen ist. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Eine langfristige Verankerung im Forum Wissen ist beabsichtigt.
 
Die Universität Göttingen setzt sich dafür ein, allen qualifizierten Personen Chancengleichheit zu bieten. Sie ist der Überzeugung, dass vielfältig zusammengesetzte Teams besondere Qualitäten, Kompetenzen und unterschiedliche Perspektiven vereinigen und es ermöglichen, die Aufgaben von Bildung, Forschung und Vermittlung zeitgemäß zu erfüllen. Deshalb werden Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten und/oder mit (familiärer) Migrationsgeschichte ausdrücklich begrüßt.
 
Die Universität Göttingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft/Beruf und Familie. Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen Schwerbehinderter erhalten bei gleicher Qualifikation den Vorzug.
 
Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen in einem Dokument zusammengefasst
bis zum 30.01.2018 über das Bewerbungsportal https://lotus2.gwdg.de/uni/uzdv/perso/knr_100298.nsf ein
 
Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich zwischen dem 13. und 15. März 2018 statt.
 
Rückfragen richten Sie bitte an: kustodie@uni-goettingen.de

 

Call for papers: Global Hierarchies of Value? Museums, artifacts , frames, and flows

Call for papers for the international conference ‚Changing Global Hierarchies of Value? Museums, artifacts , frames, and flows‘ by University of Copenhagen and National Museum of Denmark, 20-22 August, 2018.

http://globaleurope.ku.dk/activities/changing-global-hierarchies-of-value-museums-artifacts–frames-and-flows/

Museums are said to classify the world; but the world is changing, and so are the museum worlds and the worlds of arts and artefacts. This conference explores how the world is imagined and classified through the presentation, interpretation and classification of artifacts; and how the global hierarchy of value (cf. Herzfeld 2004) might be changing in through these flows and circulations.

In 2007, the German art historian Hans Belting coined the term “global art” to indicate that contemporary art was no longer the province of artists in the Global North, thus signaling a sea change in the international art world (Belting, in Weibel and Buddensieg 2007). Art historians, prior to Belting had long stipulated that the birth of modern art in 19th and 20th century Europe was partially predicated on inspirations from outside Europe in the guise of Orientalism, Chinoiserie, Japonisme, or “primitivism,” yet these modern artists were almost exclusively from Europe and – later – North America. Non-European artists went largely unnamed and unrecognized, as French surrealist poet André Breton’s famous mur d’atelier revealed. Modern art from the Global South or rapidly modernizing states in Eurasia and East Asia, was often dismissed as derivative of Western art, while contemporary traditional art was considered inauthentic (cf. Kasfir 1992).

Simultaneously, anthropologist Michael Herzfeld (2004) coined the term “global hierarchy of value” to denote the global cultural asymmetry that constituted the cultural successor to the political and military domination of European colonial systems. In the arts, early partial exceptions were Latin America, which – as the historical product of creole nationalisms (cf. Anderson 1982) and hence as a “pseudo-Europe” – saw the emergence of successful artists like Diego Rivera and Frida Kahlo and of movements like Brazilian modernism and neo-concretism; and Japan, which experimented with locally inflected, but modern, architecture. The imbalance in the Euro-centered art world changed when the Magiciens de la Terre exhibition was held in Paris (1989) and featured contemporary art by both Western and non-Western –and named – artists in equal numbers, albeit without implying an equal hierarchy of value.

The Magiciens de la Terre exhibition marked the coming out of contemporary artists from Asia, Africa, Latin America and Oceania on the global arts scene, and brought out in their participation in numerous exhibitions such as the Modernités plurielles at the Centre Pompidou in Paris, but also in biennales, art festivals, art fairs, and auctions around the world. Simultaneously, art institutions and events outside of Europe and North America gained in global prominence, by adopting the cultural forms, classificatory devices and exhibitionary technologies developed in Euro-America and applying those in their own contexts and for their own purposes. One could say that while the modern period witnessed the emergence of a global Europe, the current “post-postcolonial” period is marked by the globalization of the other continents – at least in terms of the arts: in that sense it is increasingly possible to speak of global Asia, global Africa, global Latin America as geographic entities that challenge the global hierarchy of value.

At the same time, recent decades have seen the unfolding of increasingly interconnected global networks of production, labor, consumption, and capital accumulation, a process broadly known as globalization. But can we also talk of a globalized taste regime or set of preferences à la Bourdieu? Are recently booming or expanding global players in Asia, Africa, and Latin America reconfiguring the relative value of styles, objects, or traditional artifacts, thereby challenging the old Eurocentric order and organization of the good and the beautiful? Even if the West remains the universal unmarked, attention should be given to the ways in which it is now often amplified, mocked, or ironized by non-Western masters of its artistic, architectural, or artisanal forms. How is globalization affecting existing or emerging museums as economic and commercial players in a world of accelerating mass tourism and brand fixation? How is the complex past of European interaction and Eurocentric notions of cosmopolitanism rethought and exhibited today in postcolonial theaters of historical encounter, exchange, or conflict?

This is the final conference of the project ‘Global Europe: Constituting Europe from the Outside In through Artefacts’ (see http://globaleurope.ku.dk/). The Global Europe project explores how the collection, circulation, classification and museum exhibition of objects define Europe from the outside in during Europe’s present loss of global hegemony – especially in relation to Japan and four non-European BRICS countries (Brazil, China, India, South Africa), in comparison with the early modern period of European ascendancy. This ‘Changing Global Hierarchies of Value?’ conference invites both paper proposals on a range of topics that explore global networks of valuation and validation and their local forms and entanglements in the current period. The papers are expected to be empirically grounded, and may – but do not have to – refer to the five countries targeted by the Global Europe project.

The keynote speech titled Museum Transactions: Negotiating Knowledges, Governing Cultures will be presented by Professor Tony Bennett of the Institute for Culture and Society of the Western Sydney University in Australia. Tony Bennett is the author of – among many other works – The birth of the museum: history, theory, politics (1995), Pasts beyond memories: evolution, museums, colonialism (2004), and Making culture, changing society (2013); and he currently leads the project ‘Museum, Field, Metropolis, Colony: Practices of Social Governance’. For more information, please see https://www.westernsydney.edu.au/ics/people/researchers/tony_bennett.

The conference is convened by Prof Oscar Salemink, Amélia Siegel Corrêa PhD, Jens Sejrup PhD, Caroline Lillelund and Vibe Nielsen, who make up the research team for the Global Europe project.

Please send your abstract (300 words max) and short bio (300 words max)  to Marie Yoshida marie.yoshida@nias.ku.dk before April 1st, 2018. For inquiries, please contact Oscar Salemink o.salemink@anthro.ku.dk.

Institutskolloquium: ‚The Complexity of the Notion of Honour in Traditional Patriarchal Societies and its Reception by the Younger Generation in Germany‘

Wir freuen uns auf den Vortrag von PD Dr. Khanna Usoyan zum Thema ‚The Complexity of the Notion of Honour in Traditional Patriarchal Societies and its Reception by the Younger Generation in Germany: Kurds and Pashtuns as Case Studies‘ am Donnerstag, 11.01.18, in unserem Institutskolloquium.

Wann: 16:15 Uhr:

Wo: Hörsaal des Ethnologischen Instituts

Usoyan

Sonntagsvortrag: „Kunst, Geschichte und Aloha. ‚Hawai’i‘ im Linden-Museum Stuttgart“ 

Am 14. Januar um 11.15 Uhr findet in der Ethnologischen Sammlung ein Vortrag von Ulrich Menter aus dem Linden-Museum in Stuttgart zum Thema „Kunst, Geschichte und Aloha. ‚Hawai’i‘ im Linden-Museum Stuttgart“ statt.

Im Oktober 2017 wurde am Linden-Museum in Stuttgart die Ausstellung “Hawai’i. Königliche Inseln im Pazifik” eröffnet. Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen Leihgaben aus der Ethnologischen Sammlung der Universität Göttingen, die 1778/79 von James Cook und seiner Mannschaft erworben worden waren. Kuratiert wurde die Ausstellung vom Göttinger Hawai’i-Experten Dr. Ulrich Menter.

In seinem Vortrag berichtet Dr. Menter über die Entstehung der Ausstellung und stellt Kunst und Kultur der indigenen Hawaiier vor. Er hinterfragt Stereotypen über das vermeintliche “Inselparadies”, informiert über die bewegte Geschichte von einer polynesischen Adelsgesellschaft bis hin zum Bundesstaat der USA und gibt Einblicke in das aktuelle Leben vor Ort.

Ku

New Publication: Mimesis and Pacific Transcultural Encounters

It is with great pleasure that we announce the publication of ‚Mimesis and Pacific Transcultural Encounters  – Making Likenesses in Time, Trade, and Ritual Reconfigurations‚ co-edited by Prof. Dr. Elfriede Hermann.

‚How do images circulating in Pacific cultures and exchanged between them and their many visitors transform meanings for all involved? This fascinating collection explores how through mimesis, wayfarers and locales alike borrow images from one another to expand their cultural repertoire of meanings or borrow images from their own past to validate their identities.‘

MageoMimesis

Also recently published by Prof. Dr. Elfriede Hermann:

2017 Elfriede Hermann and Wolfgang Kempf: Climate Change and the
Imagining of Migration: Emerging Discourses on Kiribati’s Land Purchase
in Fiji. The Contemporary Pacific 29 (2): 231-263.

2017 Elfriede Hermann: Climate Change and Worries over Land:
Articulations in the Atoll State of Kiribati. In: Eveline Dürr and Arno
Pascht (eds.): Environmental Transformations and Cultural Responses:
Ontologies, Discourses, and Practices in Oceania; pp. 49-73. New York:
Palgrave Macmillan.

2017 Elfriede Hermann: Mimesis, Ethnopsychology, and Transculturation:
Identifications in Birthday Celebrations among Banabans in Fiji. In:
Jeannette Mageo und Elfriede Hermann (eds.): Mimesis and Pacific
Transcultural Encounters: Making Likenesses in Time, Trade, and Ritual
Reconfigurations; pp. 189–208. New York: Berghahn Books.

Institutskolloquium: Das hohe Lied des Pastiksackerls

Wir laden herzlich zu unserem Institutskolloquium ein. In dieser Woche wird Prof. Dr. Roman Loimeier seinen Vortrag ‚ Das hohe Lied des Plasticksackerls oder: Die Lust abzuschweifen‘ halten.

Das Plastiksackerl ist ein weitgehend ignoriertes und dennoch wichtiges Hilfsmittel ethnologischer Forschung. Im Vortrag geht es um die Ehrenrettung des Plastiksackerls und seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten „im Feld“, wie auch um die Frage, ob wir überhaupt ohne Plasticksackerl forschen können…

Wann: 21.12.2017, 16:15 Uhr

Wo: Hörsaal des Ethnologischen Instituts