GISCA 30: „Tibetan Youth and Indian Exile“ von Lena Brülls

We are pleased to announce a new edition of the GISCA series. Our 30th issue is the revised MA thesis by Lena Brülls, entitled: „Tibetan Youth and Indian Exile“. Click here or on the picture below to go directly to the pdf of the work.

In Dharamsala, India, the third generation of Tibetans is growing up in Indian exile. While in the homeland Tibet, cultural and religious practices face systematic destruction, many Tibetans in India try their best to preserve these. While Tibetan cultural identity has been the subject of numerous studies, few academic publications focused specifically on youth in the diaspora. This is significant because a large part of the Tibetan population in exile is young. Based on ethnographic fieldwork in Dharamsala in northern India, this thesis examines the experiences and lived realities of young Tibetans. By analyzing their individual concepts of cultural identity, the work focuses on the interplay of perceptions of the homeland Tibet, India as hostland, and the broader diaspora. This interplay is grounded in political and social conditions of the exile and the resulting challenges, as well as the political and social desires for the homeland.

The young Tibetan generation in Dharamsala struggles for the continuation of Tibetan traditions, religions, languages, and culture in the diaspora. Although they share a collective memory of the history and a longing for the homeland, they pursuit individual and highly heterogeneous plans for the future. This thesis analyzes variations of “being Tibetan” in Dharamsala by evaluating different cultural aspects and experiences by Tibetans in their two countries of origins, Tibet or India.

DGSKA-Konferenz 2021 // Registrierung online

Die Registrierung für die DGSKA-Konferenz, die vom 27.9.-1.10.2021 digital stattfinden wird, ist online! Studierende können sich kostenlos registrieren und an den Labs, Panels und Workshops teilnehmen! Das Programm und alle Details zur Registrierung sind auf der Konferenz-Seite zu finden.
Von unserem Institut nehmen unter anderem Nurman Nowak und Norbert Pötzsch teil.

Nurman Nowak wird im Lab „Radicalization in the Anthropocene in Southeast Asia and Germany“ einen Vortrag mit dem Titel „‘Extreme serendipity’ and clashing moralities – Crises and social segregation in Jakarta“ halten.

Norbert Pötzsch trägt zum Lab „Anticipated futures and the good life in the context of new constellations in Oceania“ mit dem Vortrag „A bumpy Ride towards the Future: The Agency of Vehicles, Persons, and Institutions in Tonga“ bei.

Unter den jeweiligen Links der Vorträge sind auch Abstracts zu finden!

Vortrag: // „What the upcoming African university has to discuss regarding the contemporary decolonial turn in African studies underway in Europe and the United States” // 21.07.2021

Unser neuer Gastwissenschaftler am Institut Abdourahmane Seck hält an der Universität Leipzig einen Vortrag mit dem Titel „What the upcoming African university has to discuss regarding the contemporary decolonial turn in African studies underway in Europe and the United States”. Der Vortrag findet am 21.07.2021 von 11-13 Uhr unter https://lecture.uni-leipzig.de/b/bru-yr8-xun-4ft statt.

Wir wünschen Abdourahmane Seck viel Erfolg beim Vortrag!

Hinter den Kulissen // Bücher- und Objektschenkung von Dr. Renate von Gizycki

Am Dienstag, den 6.7.2021, haben sich drei Mitarbeitende unseres Instituts auf den Weg nach Kassel begeben, um eine Bücher- und Objektschenkung entgegen zu nehmen. Die Spenderin ist Dr. Renate von Gizycki, die in Göttingen studiert, promoviert sowie gelehrt hat und dadurch auf besondere Weise mit unserem Institut verbunden ist. Ihre Forschungs- und Interessenschwerpunkte lagen insbesondere in Ozeanien, wobei sie besonders aktiv an Übersetzungen von Schriftstellern und Poeten wie zum Beispiel Epeli Hau’ofa mitarbeitete.

Neben der Bibliothek von Dr. Renate Gizycki gelangen auch einige Objekte aus Ozeanien, insbesondere aus dem Königreich Tonga und den Solomon Islands, in die Ethnologische Sammlung.

Wir als Institut bedanken uns sehr für diese Bücher- und Objektschenkung, die unsere Bestände ergänzt und uns eine noch präzisere Auseinandersetzung mit unseren Forschungsinteressen ermöglicht!

Ethno-Café: ‚The Last of Us – Part 2‘ und ‚Nie wieder leise‘ (Mi, 14.07.2021, 18 Uhr)

Liebe Alle,

wir laden euch herzlich zu dem letzten Ethno-Café in diesem Semester ein. Yasmin Dreessen und Gloria Ssanyu Mukasa, die beide in Göttingen Ethnologie studierten, werden euch aus ihren Abschlussarbeiten berichten. Die Vorträge finden nacheinander am Mittwoch, dem 14. Juli, um 18 Uhr statt. Die Veranstaltung erreicht ihr unter folgendem Link: https://meet.gwdg.de/b/mir-xky-xq9-4q1

„The Last of Us – Part II”: Ein Videospiel mit hohem Produktionsbudget, deren Entwicklerinnen sich mit der Wahl der Protagonistinnen der Marktnorm widersetzen. Denn: Es sind keine heterosexuellen, weißen Männer, sondern starke, lesbische Frauen und nicht-binäre Personen. Die Reaktionen im Internet fallen misogyn, homo- und transphob, antisemitisch und rassistisch aus.* Was hat diese Reaktion mit hegemonialer Männlichkeit in der Game Culture zu tun? Dieser Frage ist Yasmin Dreessen in ihrer Bachelorarbeit „Hegemoniale Männlichkeit als Gegenspieler – ‚The Last of Us – Part II‘ in der Gameculture“ nachgegangen.

„Nie wieder leise“: Ein Versprechen, das sich Menschen in dem gleichnamigen Lied von Celina Bostic geben, die sich als Schwarz identifizieren. Diese verbindet das Erleben von strukturellem Rassismus in Deutschland, welcher nach der Ermordung des Schwarzen US-Amerikaners George Floyd eine mediale Aufmerksamkeit erhielt wie nie zuvor. Mit dem Vers „Wir haben ’ne Stimme, wir müssen nicht schweigen“ ermutigt die Sängerin die marginalisierten Stimmen zur Vereinigung, um sich als Kollektiv Gehör zu verschaffen. Es ist auch jener Vers, der Gloria Ssanyu Mukasa zuflüsterte, sich diesem Chor anzuschließen: Durch das Schreiben einer Bachelorarbeit, die untersucht wie das ‚Wir‘ entsteht, das nie wieder leise sein will.

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend mit euch!

Liebe Grüße,
Eure Fachgruppe

*Triggerwarnung: In diesem Vortrag werden auf einigen Folien misogyne, homo- und transphobe, antisemitische und rassistische Zitate von Menschen aus dem Internet gezeigt. Die Zitate werden nicht laut vorgelesen. Ihr habt die Möglichkeit die Präsentation selbst zu öffnen oder zu schließen, wenn ihr die Zitate nicht sehen wollt. Yasmin wird in der Präsentation noch einmal darauf hinweisen, bevor die Zitate gezeigt werden. Wir, die Fachgruppe, dulden keinerlei misogyne, homo- und transphobe, antisemitische, rassistische oder anderweitig diskriminierende Aussagen in unseren Veranstaltungen und werden Personen, die sich dahingehend äußern von der Veranstaltung ausschließen.

Institutskolloquium: „‚Das Klima verändert sich, und ich verändere mich!‘ Gartenbau, Diversifizierung und Innovation in Vanuatu“ von Desirée Hetzel und Arno Pascht

Der Vortrag von Desirée Hetzel und Arno Pascht mit dem Titel „‚Das Klima verändert sich, und ich verändere mich!‘ Gartenbau, Diversifizierung und Innovation in Vanuatu“ markiert den letzten Beitrag in unserem Institutskolloquium des SoSe 2021. Wir laden herzlich zu dem Vortrag ein, der wie gewohnt am Donnerstag, den 8.7.2021 um 16 Uhr im BBB-Raum stattfindet! Weitere Details können dem angehängten Plakat entnommen werden.

Als Abstract haben die beiden Vortragenden folgendes festgehalten: Als im März 2015 die Menschen im Inselstaat Vanuatu die Auswirkungen des tropischen Wirbelsturms Pam erlebten, wurde dies international wie auch im Land selbst als ein Zeichen dafür gesehen, was in Zukunft auf die Bevölkerung zukommen wird. „Das ist das, worauf wir uns jahrelang vorbereitet haben, jetzt sehen wir die Konsequenzen des Klimawandels“, sagte einer der Koordinatoren von Klimawandelprojekten. Dieser Vortrag handelt von Klimawandel in Vanuatu, und wie ni-Vanuatu im Zusammenhang mit Klimawandel-Anpassungsprojekten ihren Lebensunterhalt gestalten. Der pazifische Inselstaat wurde in der Liste der gegenüber Klimawandel vulnerablen Länder erneut ganz oben gelistet. Als Konsequenz dieser Zuschreibung als extrem vulnerabel versuchen Regierung und NGOs, mit Anpassungs-Projekten Menschen in ruralen Gebieten bei der Landwirtschaft zu unterstützen und sie auf die Zukunft vorzubereiten. Eine Konzentration auf Landwirtschaft wird dabei als ein Schlüssel gesehen. Ni-Vanuatu, die in ruralen Gebieten Vanuatus leben, sehen sowohl ihre Zukunft, als auch ihre Gegenwart von Wandel geprägt. Klimawandel bzw. das Konzept, das in der Verkehrssprache Vanuatus ‚klaemet jenj‘ genannt wird, ist ein inzwischen etablierter Bestandteil ihrer Lebenswelt. Sie gehen mit kontinuierlicher Diversifizierung und Veränderung ihrer Strategien vor, um ihr Leben zu bestreiten, sowohl beim Gartenbau, als auch in anderen Bereichen. Dabei sehen sie zwar Herausforderungen, sind aber zuversichtlich, diese meistern zu können.

GSSCA 20: „Mobilität und Zeitgestaltung – Junge Wissenschaftler*innen aus Indien und ihre biographische Navigation zwischen Gegenwart und Zukunft“ von Antonie Fuhse

Antonie Fuhse hat die letzte große Hürde vor dem erfolgreichen Abschluss ihrer Promotion genommen, indem ihre Dissertationsschrift „Mobilität und Zeitgestaltung – Junge Wissenschaftler*innen aus Indien und ihre biographische Navigation zwischen Gegenwart und Zukunft“ veröffentlicht worden ist. Wir gratulieren zu diesem großen Schritt herzlich!
Die Publikation ist beim Universitätsverlag Göttingen erschienen und kann unter folgendem Link als PDF-Datei abgerufen werden: https://doi.org/10.17875/gup2021-1604

Im Abstract zu ihrer Publikation schreibt Antonie Fuhse: „In den vergangenen Jahren ist die Anzahl internationaler Studierender und Wissenschaftler*innen in Deutschland stetig angestiegen. Ausgehend von ihrer ethnologischen Forschung in der Universitätsstadt Göttingen geht Antonie Fuhse der Frage nach, wie junge Wissenschaftler*innen aus Indien ihre multiplen sozialen Verortungen während ihres Studiums beziehungsweise ihrer Promotion aushandelten. Sie setzt sich besonders damit auseinander, welche Rolle Mobilität in der Aushandlung normativer Vorstellungen von der Gestaltung des Lebensverlaufs und der Zukunft spielt. In diesem Buch wird das Konzept des ‚Regimes der akademischen Mobilität‘ entwickelt und in der Analyse angewandt, um die vielfältigen Akteure, Diskurse und Strukturen herauszustellen, die an der Mobilität von Studierenden und Wissenschaftler*innen beteiligt sind und Ungleichheiten im Zugang zu internationaler Mobilität erzeugen. Die Autorin zeigt, dass Alter, die Herkunft aus der indischen Mittelschicht und Gender in ihrer Interaktion einen großen Einfluss darauf hatten, warum die jungen Wissenschaftler*innen nach Deutschland kamen, welche Erfahrungen sie in Göttingen machten und was sie sich für ihre Zukunft erhofften. Sie stellt heraus, dass die Mobilität auf vielfache Weise mit dem Heiraten verknüpft war, und rückt damit ein Thema in den Fokus, das in der Erforschung internationaler Studierender und Wissenschaftler*innen bisher wenig beachtet wurde.“