Ethno-Café: Umwelt – Klimawandel – Sozialität

Liebe alle,

in unserem letzten Ethno-Café in diesem Semester (am 17.07. um 18 Uhr im Hörsaal) berichtet Dr. Arno Pascht darüber, was ‚Klimawandel‘ für die Menschen im Inselstaat Vanuatu bedeutet:

‚Klimawandel‘ wird im Inselstaat Vanuatu in zahlreichen Zusammenhängen und vielfältiger Weise thematisiert und diskutiert. Das Meteorological Department verbreitet neue Informationen über Radio und Internet, NGOs organisieren so genannte ‚Awareness‘-Veranstaltungen sowohl im urbanen als auch im ruralen Raum und in der Tageszeitung behandeln Artikel den ‚Klimawandel‘ oder auch Themen, die damit in Verbindung gebracht werden.

‚Climate Change‘ bzw. das Bislama-Äquivalent ‚klaemet jenj‘ ist deshalb ein Ausdruck, den viele Menschen in Vanuatu kennen und verwenden. Meine Interviewpartnerinnen und Interviewpartner in Siviri, einem Dorf auf der Hauptinsel Efate, hatten spezifische Vorstellungen darüber, was klaemet jenj für sie ist. Diese Vorstellungen und ihr Wissen über Klimawandel unterscheiden sich von den Informationen, die von Medien oder Organisationen verbreitet werden.

In diesem Vortrag stelle ich folgende Fragen: Was ist klaemet jenj für die Menschen in Siviri? Was wissen sie darüber? Wie kommt das, was sie wissen, zustande – oder genauer, wie generieren sie das, was sie wissen?

Ich argumentiere, dass es nicht ausreichend ist, Wissen der Menschen über ‚Klimawandel‘ als eine Kombination verschiedener Informationen zu betrachten. Vielmehr stellt für die Menschen in Siviri klaemet jenj eine (neue) Realität dar, die in Interaktion mit ihrer materiellen und nicht-materiellen Welt sowie mit ihren sozialen Umwelten in ihrer täglichen Lebenspraxis hergestellt wird.

Dr. Arno Pascht ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethnologie der LMU München. Er leitet ein von der DFG gefördertes Forschungsprojekt über Klimawandel-Wissen in Vanuatu. In seiner aktuellen Arbeit kombiniert er umweltethnologische Themen mit ontologischen Fragestellungen. Zuvor führte er eine Forschung über Landrechte auf den Cook Islands durch. Insgesamt hat er mehrere Jahre Feldforschung in Polynesien und Melanesien durchgeführt.

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New Publication: Dr. Julia Koch „Fieldwork as performance: being ethnographic in film-making“

A newly published article by our research fellow Dr. Julia Koch, published in Anthropology Southern Africa, Volume 42, Issue 2, is now available for you to access:

Julia Koch (2019) „Fieldwork as performance: being ethnographic in film-making“

 

Öffentlicher Vortrag von Prof. em. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin

„Streiflichter auf eine Maske aus Papua-Neuguinea –
Was die Ethnologie leisten kann und soll“

Sonntag, 14. Juli, Theaterplatz 15 (Hörsaal, 2. Stock),

11.15 Uhr, Eintritt frei

Im Anschluss an den Vortrag ist ein kleiner Umtrunk geplant. Dabei besteht die Möglichkeit, sich sowohl über die Göttinger Gesellschaft für Völkerkunde als auch über die bestehenden Sanierungspläne am Theaterplatz 15 zu informieren.

Ethno-Café (03.07. 18 Uhr im Ethno-Hörsaal): Klänge aus Marokko

In der Musikethnologie werden musikalische Praxen auf ihre kulturellen, sozialen und klanglichen Aspekte hin untersucht. Dabei bildet heute häufig das Erforschen sozialer Interaktion durch Musik auf lokaler und globaler Ebene den Fokus. Allgemein wird sich den Fragen nach der Bedeutung und Funktion von Musiken, Klängen und Hörbarem gewidmet. Dabei kommen immer wieder Methoden zur Anwendung, die eng mit dem Fachbereich der Ethnologie verbunden sind: teilnehmende Beobachtung, diverse Interviewformate, Bimusikalität, die das Erlernen der Spielweise eines Instruments einer bestimmten ethnischen Gruppe bezeichnet, Archivarbeit, die Anfertigung von Feldnotizen oder das Sprachstudium.

Im nächsten Ethno-Café wird der Göttinger Masterstudent Eric Petzoldt (Kulturelle Musikwissenschaft/Ethnologie) dieses Tätigkeitsfeld skizzieren und über sein Masterprojekt berichten. In seinem Projekt beschäftigt er sich mit heutigen Produktionen populärer maghrebinischer Musik aus dem 20. Jahrhundert in Casablanca, Marokko. In seiner Arbeit setzt er sich vor allem mit Fragen auseinander, die die bedeutende Partizipation maghrebinischer Juden in nordafrikanischen musikalischen Praxen sowie die Erinnerung dieser Teilnahme beleuchten. Somit stellt sie eine Untersuchung des besonderen Verhältnisses und interkulturellen Austauschs zwischen Juden und Muslimen dar. Zum Erklingen werden nicht nur historische Aufnahmen aus dem vergangenen Jahrhundert gebracht, sondern auch rezente Aufführungen und Feldaufnahmen, die Eric Petzoldt seit 2017 während mehrerer Feldforschungsaufenthalte in Marokko anfertigen konnte.

Ethno-Café – Anthropology Abroad: Ethiopia (June 26, 6 pm)

Dear all, 
 
we happily invite you to the next instalment of the Ethno-Café – Anthropology abroad, this Wednesday at 6 pm at the Institute of Social and Cultural Anthropology.

 
Together with Kansite Gellebo, we will explore what it means to study Anthropology and work as an anthropologist in Ethiopia. What are the current trends of anthropological studies in Ethiopia? What is the focus of local anthropological teaching? How do research conditions differ locally?
Kansite Gellebo has earned an M.A. in Social Anthropology from Addis Ababa University after earning a B.Ed. in History from Mekelle University. Currently, he is the chairman of the Department of Sociology and Social Anthropology at Arba Minch University.
His main research interests include rural public places, material culture, archival materials, Konso culture, social marginalization and resettlement.
Discussion will be open for all questions regarding anthropology abroad. Do not miss this opportunity to get answers!
 
We hope to see you there. 
Yours,
Fachgruppe Ethnologie

Ethno-Grill & Chill (19.06. ab 17 Uhr, Ethno-Wiese)

Liebe Alle!

Wir laden euch/Sie herzlich zum gemeinsamen Grillen und gemütlichen Beisammensein auf der Ethnowiese am Theaterplatz ein.
Am kommenden Mittwoch den 19.06. legen wir ab 17 Uhr los.

Die Fachgruppe stellt einiges an Getränken, Baguettes und Salate, für ein noch prächtigeres Buffet bitten wir euch auch noch dazu beizutragen! Euer eigenes Grillgut jeglicher Art bringt ihr euch je nach Vorliebe bitte selbst mit.

Wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend,
Eure Fachgruppe

 
P.S.: Wichtiger Hinweis! Das gemeinsame Fachgruppen-Grillen ist nicht zu verwechseln mit dem Sommerfest der KAEE und Ethnologie. Dieses findet am 4. Juli ab 16 Uhr auf der Ethno-Wiese statt.

2. Teilnehmende Schreibberatung

Am Donnerstag den 13.06.2019 um 16:15 bietet die Schreibberatung der SoWi-Fakultät einen Kurz-Workshop bei uns im Hörsaal an. Das Thema lautet

Inhaltliche Planung ethnologischer Haus- und Abschlussarbeiten„.

Valerie Bleisteiner und Uta Scheer werden den Teilnehmenden konkrete Strategien vermitteln, mit denen sie längere Texte strukturieren und komplexe Inhalte leserfreundlich präsentieren können. Dabei werden sie auf die spezifischen Anforderungen an ethnologische Texte (literaturbasiert wie empirisch) eingehen.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Studierenden, aber auch Dozierende sind herzlich willkommen, um Tipps für ihre eigenen Texte oder die Betreuung studentischer Arbeiten mitzunehmen.

Es ist keine Anmeldung nötig; alle Interessierten können sich einfach vorbei kommen.

Info-Veranstaltung zur BA-Arbeit: „Nur keine Torschlusspanik!“

Alle Studierenden ab dem 4. Fachsemester sind herzlich zur jährlich stattfindenden Informationsveranstaltung zur Bachelorarbeit am Donnerstag, den 06.06.2019, um 16 Uhr c.t. im Hörsaal des Instituts eingeladen.

Dort gibt es die Gelegenheit mit den Lehrenden, die Abschlussarbeiten betreuen, bei Getränken und Snacks zwanglos ins Gespräch zu kommen und sich über Themen und Betreuung beraten zu lassen.

Außerdem gibt es Informationen zu allen anderen, oft sehr technischen Fragen rund um die Abschlussarbeit.

Ethno-Café: „Mo ƴamata, halkataa.“ – Erzählrunde mit Prof. Dr. Nikolaus Schareika

Liebe alle,

im nächsten Ethno-Café am Mittwoch, den 05.06.2019, wird Prof. Dr. Nikolaus Schareika über seine Erfahrungen aus Ethnologie und Feldforschung in der westafrikanischen Savanne berichten und für all eure Fragen zur Verfügung stehen, für die in Lehrveranstaltungen kein Raum ist: Warum ist er Ethnologe geworden? Welche Vorbilder hat er? Was war das lustigste Erlebnis im Feld? Was nervt am Ethnologen-Dasein so richtig? Und wie schützen sich pastorale Nomaden eigentlich vor Sonnenbrand?

Kommt zahlreich und seid neugierig!

Los geht’s wie immer um 18 Uhr im Hörsaal des Instituts.

Eure Fachgruppe Ethnologie

Ethno-Café: „Anthropology Abroad – South Korea“ (29. Mai, 18 Uhr)

Liebe alle,

in unserem nächsten Ethno-Café (29. Mai, 18 Uhr im Ethno-Hörsaal) gibt es einen interessanten talk von YoungJun Yang, der uns von seinen Erfahrungen als Ethnologe in Südkorea und Südafrika erzählen wird.

Hier der Ankündigungstext:

Together with South Korean scholar YoungJun Yang, we want to explore the academic life of an anthropologist working in different countries. What is the focus of local anthropological teaching? How do research conditions differ locally? What personal implications does it involve?

In his research, YoungJun Yang provides an insight into global dynamics of transnationality and identity politics at a local scale: he presents the case of an unemployed South African woman and a South Korean missionary who, not fitting into any ethnically designated area, end up living under a bridge.

Following an introductory talk, discussion will be open for all questions regarding anthropology abroad. Do not miss this opportunity to get answers!

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen!

Eure Fachgruppe