GISCA 22: „Das Konvolut Leonhard Schultze Jena“ von Josefine Wartenberg

Zum Bestand der Ethnologischen Sammlung der Georg-August-Universität Göttingen zählen eine Reihe von Gegenständen, die der deutsche Zoologe, Ethnologe und Geograf Leonhard Schultze Jena (1872-1955) auf seinen umfassenden Forschungsreisen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den ehemaligen Kolonien Deutsch-Neuguinea und Deutsch-Südwestafrika zusammengetragen und ab 1937 nach Göttingen verkauft hat.

Die Arbeit stellt die Frage, wie diese Gegenstände nach Deutschland kamen und welche Interessen die Forschungstätigkeiten ihres Sammlers leiteten. Die vorhandenen Objekte werden dabei in einen größeren Zusammenhang gestellt: Anhand von Schultze Jenas Veröffentlichungen werden sowohl dessen Beziehungen und Einstellungen zur indigenen Bevölkerung als auch zur kolonialen Verwaltung aufgezeigt. Auf diese Weise wird beispielhaft analysiert, wie die Praxis des ethnografischen Sammelns und der Kolonialismus als Ideologie und als System miteinander verwoben waren.

Hier geht es zum Download dieser spannenden Arbeit!

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Exkursionswochenende nach Fredelsloh 15.-17.03.

Liebe alle,
 
das Ende des Semesters naht und ihr seid hoffentlich in den letzten Zügen eurer Hausarbeiten, denn die Fachgruppe lädt dieses Wochenende vom 15. bis 17. März 2019 alle Studis auf eine Fahrt in die Alte Schule in Fredelsloh ein, um dort gemeinsam ein nettes Wochenende zu verbringen!
 
Die Fahrt knüpft an die Exkursion nach Berlin im Februar an und steht gleichermaßen unter dem Thema Entwicklungszusammenarbeit. Wart ihr nicht bei der Exkursion oder der Podiumsdiskussion im Januar dabei, ist das kein Problem. Jeder der Lust hat möge sich anmelden! In Diskussion und Reflexion wollen wir noch ein letztes Mal das Thema Entwicklungszusammenarbeit vertiefen und unsere Erlebnisse noch einmal evaluieren. Daneben wird aber definitiv auch Zeit sein, schön zu kochen, Spiele zu spielen und auch sonst alles zu unternehmen, dass die Gemeinschaftlichkeit am Institut fördert.
 
Wir treffen uns dazu am Freitag, den 15. März um 14:45 Uhr am Bahnhof Göttingen, um gemeinsam mit Bahn und Bus nach Fredelsloh zu fahren. Wem das zeitlich nicht ganz passt, kann gerne auch auf eigene Faust nachkommen. Ganz entgegen des Namens bietet die Schule urig gemütliche Atmosphäre, insbesondere die Bibliothek, die wir als Schlafsaal nutzen. Hierfür solltet ihr also Isomatte und Schlafsack mitbringen. Das Kochen organisiert die Fachgruppe, gerne dürft ihr aber tatkräftig mithelfen. Vegetarier, Veganer, Allergiker etc. mögen sich bitte bei ihrer Anmeldung zu erkennen geben.
 
Die Kosten für die Unterkunft kommen letztendlich auf die Anzahl der teilnehmenden Personen an. Ihr könnt mit einem Eigenbetrag rechnen der irgendwo zwischen 7,50€ und 15€ pro Nacht + Verpflegung liegt.
 
Am Sonntag fahren wir dann gemeinsam wieder zurück.
 
Wir freuen uns riesig auf euch und die Fahrt! Schreibt uns zur Anmeldung einfach eine Mail an fg-ethnologie@riseup.net und wir schicken euch weitere Infos.
 
 
Viele Grüße
 
eure Fachgruppe

Bibliothek am 14.03. an neuem Standort wiedereröffnet

Unser Bibliothek ist erfolgreich umgezogen und kann ab Donnerstag, den 14.3.2019
um 9 Uhr wieder benutzt werden.

Die neue Adresse lautet:

Herzberger Landstr. 2, 1. OG, Raum 1.114

 

https://www.geodata.uni-goettingen.de/pics/IMG_6480.jpg

Öffnungszeiten:

Montag – Donnerstag:       9 bis 17 Uhr

Freitag:                                  9 bis 15 Uhr

 


WICHTIG:

Ab sofort müssen alle Bücher vorbestellt werden
(da sie sich in einem Magazin befinden).

Zur Vorbestellung schreiben Sie bitte am Vortag oder bis spätestens 13 Uhr des Abholtages eine Email an ethnobib@gwdg.de mit folgenden Daten:

  • Ihr Name
  • Ihre Matrikelnummer
  • die Signaturen der Bücher

Die Ausleihzeit beträgt künftig zwei Wochen
(max. 5 Bücher).

Neugierig? Dann hier klicken zur Büchersuche !!!

 

 

Call for Applications: Studentische Hilfskraft / student assistant

The BMBF-funded project “Zur Materialität von Flucht und Migration”
(headed by Prof. Andrea Lauser) is looking for one

Graduate Research Assistant

on a work basis of 30-40 hrs/month
to start with immediate effect till September 30, 2019 [extension possible]

 Main Tasks:

  • translate articles/contributions for the interactive project website
  • process photo, audio and video data for online publication

Required Qualifications:

  • Fluency in both English and German (preferably English native speaker)
  • Advanced BA student or higher in Social Sciences (preferably in Social and Cultural Anthropology)
  • Experience in image processing and in using related software, e.g. Photoshop and content management systems
  • Willingness to work as part of a dynamic team

 

Please send your application (letter of motivation, CV, relevant certificates, copy of proof of enrollment at the University of Göttingen) by March 31, 2019 to

matmig@sowi.uni-goettingen.de.

About the project:

The BMBF-funded research project “Zur Materialität von Flucht und Migration”, led by the Department of Social and Cultural Anthropology, is a collaboration between the University of Göttingen, Museum Friedland and “die Exponauten” and aims to study the material dimension of (forced) migration mainly in the Friedland refugee camp as well as the losses, negotiations, and hopes and expectations related to material objects. The project team will be working closely with the refugee camp (GDL) at Friedland.

Further information about the project can be found on our website:
www.uni-goettingen.de/de/593397.html

and by contacting the project coordinator:

Friedemann Neumann and Serena Müller (matmig@sowi.uni-goettingen.de, 0551-3927869).

Download this Call for Applications here

 

Dr. Gabriele Andretta in der Ethnologischen Sammlung

andretta und Kraus

Dr. Gabriele Andretta hat uns besucht, um sich über die Arbeiten und Planungen am Theaterplatz 15 zu informieren. Sie berichtet über ihren Besuch auf ihrer Homepage:

https://www.gabriele-andretta.de/2019/02/25/sanierung-der-ethnologischen-sammlung/

‚Die Universität Göttingen hütet mit ihrer Ethnologischen Sammlung einen großen Schatz. Mit ihren 18.000 Objekten aus allen Kontinenten, herausragende davon während der Weltumsegelungen des britischen Kapitäns James Cook auf den pazifischen Inseln und im Zuge der russischen Ost-Expansion in Sibirien und Alaska erworben, gehört die Sammlung zu den bedeutendsten Lehr- und Forschungssammlungen im deutschsprachigen Raum.  Untergebracht ist die Sammlung in dem 1935/36 fertiggestellten Gebäude in zentraler Lage am Theaterplatz. Nach vielen Rückschlägen ist es gelungen, dass Landesmittel in Höhe von 4 Millionen Euro für die dringend notwendige Sanierung des Gebäudes und damit Sicherung der kostbaren Sammlungen zur Verfügung gestellt wurden. Auf Einladung der geschäftsführenden Institutsdirektorin Prof. Dr. Andrea Lauser , des Kustos der Sammlung, Dr. Michael Kraus und des Vorsitzenden der Göttinger Gesellschaft für Völkerkunde Dr. Wolfgang Kempf habe ich die Ethnologie besucht, um mir ein Bild  vom Fortschritt der Planung und den Vorbereitungen des vorübergehenden Auszugs der Sammlungen zu machen. Es handelt sich um eine  Mammutaufgabe für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Instituts, die sie mit hoher Expertise und viel Herzblut angehen: Jedes einzelne der 18.000 Objekte muss katalogisiert und verpackt werden, um dann für die Zeit der Sanierung sicher gelagert zu werden. Dazu kommen Fotografien, Ölgemälde, Grafiken und historisch bedeutende Archivalien.

Während des Rundgangs durch die Ausstellungs-, Depot- und Arbeitsräume der Sammlungen begegneten uns schon überall gepackte Kisten und leergeräumte Vitrinen. Oktober ist geplanter Baubeginn, bis dahin muss das Gebäude leergeräumt sein. Wenn alles planmäßig verläuft, soll in zwei Jahren die Sanierung abgeschlossen sein und die Schätze der Sammlungen wieder für die Öffentlichkeit sowie für Forschung und Lehre zur Verfügung stehen. Schon jetzt freue ich mich auf die Wiedereröffnung und wünsche allen an der Sanierung Beteiligten starke Nerven und gutes Gelingen.‘

Verlängerung der Abgabefristen auf den 29. März 2019

Aufgrund des Umzugs und der damit verbundenen Schließung unserer Bibliothek für 14 Tage wurde die Abgabefrist für alle schriftlichen Prüfungsleistungen (Hausarbeiten, Papers, Portfolios u.Ä.) um 14 Tage verlängert (auf den 29.03.).
Die Fristen wurden bereits in FlexNow entsprechend aktualisiert.
Beim Schreiben bitte im Hinterkopf behalten:

 

Umzug Ethno-Bibliothek – Bücher zurückgeben!

Die Bibliothek zieht wegen des Umbaus des Gebäudes am Theaterplatz 15 in die Herzberger Landstraße 2 – daher müssen alle Bücher bis Freitag, den 01.03.19 zurück gebracht werden!

Wir bitten zudem zu beachten, dass die Bibliothek vom 04.03. – 15.03.19 geschlossen bleibt – leider ist nicht anders möglich!

Ab dem 18. März sind alle Bücher dann in der Herzberger Landstraße 2 zu finden.

Kommt zur „Teilnehmenden Schreibberatung“ am Freitag!

Am Freitag, den 22.02. ab 14:00 Uhr können am Institut Hausarbeiten geplant und geschrieben werden, außerdem können sich Studierende und alle anderen von der SoWi Schreibberatung beraten lassen und an Workshops teilnehmen.

Die Teilnahme ist kostenlos (genauso wie der Kaffee) und die Programmpunkte können nach Belieben gewählt werden.

Auch Promovierende und Dozierende sind explizit willkommen, um Anregungen und Ratschläge, sowohl für eigene Texte, als auch für die Vermittlung akademischer Schreibkompetenzen zu bekommen.

Organisiert wird der Workshop von der AG Lehre & Lernen

 

Neue Publikation: „Der prekäre Park“ von Bianca Volk

In der Reihe „Göttingen Series in Social and Cultural Anthropology“ ist 2019 die Dissertationsschrift „Der prekäre Park – Akteure, Ressourcen und Verhandlungen im Nationalpark ‚W‘, Benin“ von Dr. Bianca Volk  erschienen.

Wie alle Bücher in unserer open-access-Publikationsreihe ist auch dieses Buch als freier download verfügbar und stellt somit die Ergebnisse aus unserer Forschung einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Abstract:
Der grenzüberschreitende Nationalpark W liegt in Westafrika im Dreiländereck von Benin, Burkina Faso und Niger. 1927 unter französischer Kolonialherrschaft gegründet, erfolgte 2002 die Ausrufung zum ersten grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Afrikas. Trotz diverser partizipativer Maßnahmen der Parkverwaltung gefährden Feldbau, grenzüberschreitende mobile Weidewirtschaft (Transhumanz), Wilderei und Holzeinschlag den Nationalpark. Konflikte um die Nutzung von Land und anderen kritischen Ressourcen entstehen insbesondere in der überregulierten Pufferzone. Dieses Buch fragt, wie Überwachungseinheiten in diesem Kontext operieren. Es beschreibt typische Situationen des Zusammentreffens zwischen Parküberwachung und lokalen Akteuren in drei unterschiedlichen Arenen: der Kernzone des Parks, dem Anrainerdorf und lokalen politischen Foren. Die dichten Fallstudien verdeutlichen die konfliktreichen Prozesse, in denen die Idee „Nationalpark“ von Akteuren der Parkverwaltung und ihren lokalen Mitarbeitern in den Kontext der Baumwollstadt Banikoara übersetzt wird und wie der Nationalpark in diesen Prozessen zu einer lokalen Bedeutung gelangt. Das Buch, das auf einer vierzehnmonatigen Feldforschung zwischen 2008 und 2010 basiert, setzt neue Impulse für die Weiterentwicklung partizipativer Ansätze in Ressourcenschutzgebieten und benennt die Herausforderungen staatlichen Handelns im Spannungsfeld von Ressourcenschutz und cash crop-orientierter ländlicher Entwicklungspolitik.

Ethno-Café im SS 2019 – Planungstreffen & Fotowettbewerb

Liebe Ethnos,

nach dem Semester ist vor dem Semester – die Planung des Ethno-Cafés für das Sommersemester 2019 steht an!
Ihr habt Ideen für vielseitige Vorträge, gesellige Gesprächsrunden, packende Podiumsdiskussionen, witzige Workshops (haha), faszinierende Filme oder etwas ganz anderes?
Dann kommt gerne zum ersten Planungstreffen am Mittwoch, den 06.02.2019 um 18 Uhr im Hörsaal der Ethnologie.

Außerdem werden für das Poster des nächsten Ethno-Cafés wieder eure schönsten Fotos gesucht!
Die Fotos sollten einen ethnologischen Bezug aufweisen, keine Rechte Dritter verletzen sowie ausreichend Platz für den Ankündigungstext bieten.
Sendet eure Fotos bis zum 15.03.2019 an fg-ethnologie@riseup.net und mit etwas Glück lädt eins davon schon bald zum Ethno-Café im Sommersemester 2019 ein.

Wir freuen uns auf eure Ideen und Einsendungen!

Liebe Grüße,
eure Fachgruppe Ethnologie