Wir stellen unsere neue Wissenschaftliche Mitarbeiterin vor: Dr. Julia Koch

Seit dem 01. Oktober 2017 haben wir eine neue Wissenschaftliche Mitarbeiterin an unserem Institut. Wir begrüßen Dr. Julia Koch bei uns in Göttingen!

Frau Koch, Sie sind seit dem 01.10. neu an unserem Institut angestellt. Herzlich Willkommen! Was werden Ihre Aufgaben bei uns sein?

JK: Am Institut bin ich als Wissenschaftliche Mitarbeiterin angestellt. Neben meinen Lehraufgaben übernehme ich teilweise die Koordination der ethnologischen Beiträge im Fachbereich Sozialwissenschaften.

Erzählen Sie uns doch ein bisschen etwas zu Ihrem bisherigen Werdegang. Wo waren Sie, bevor Sie zu uns nach Göttingen gekommen sind?

JK: Nach einem Magisterstudium der Ethnologie, Kommunikationswissenschaft und der Mittleren Geschichte in Münster und Paris (EHESS) habe ich 2008 mit der Promotion an der Graduiertenschule des Exzellenzclusters ‚Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne‘ in Münster begonnen. Mein Promotionsprojekt habe ich 2015 mit der Disputation abgeschlossen. Danach war ich als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin der internationalen Beziehungen des Instituts für Ethnologie in Münster tätig. Da ging es beispielsweise um die Betreuung internationaler Gastwissenschaftler und Lehrender, 2014 neu aufgesetzte ERASMUS-Verträge und um das DAAD-Programm ISAP, aus dem wir von 2015-2017 Mittel für einen Studierenden- und Lehrendenaustausch mit der Rhodes-Universität in Südafrika bewilligt bekamen. In Münster habe ich im Jahr 2013 am Zentrum für Hochschullehre auch das Didaktik-Zertifikat für DozentInnen erworben.

Wo forschen Sie?

JK: Die Feldforschungen führten mich über Jahre hinweg abwechselnd nach Gujarat (Westindien) und in ländliche Gebiete Südafrikas, da ich das Diktum von Marcus (1995), ‚follow the people‘, bei der Untersuchung von muslimischer religiöser Praxis im Migrationskontext beherzigte. Meine letzte Feldforschung in Gujarat fand im Februar/März diesen Jahres statt. Da habe ich mich mit visuellen Forschungsmethoden und dem Phänomen der Rückkehrmigration beschäftigt. Viel gereist bin ich also sowohl als Studierende als auch dann als Lehrende: bisher konnte ich in Münster, Bochum, Zürich und Grahamstown Ethnologie unterrichten bevor ich nun im Oktober 2017 in Göttingen begann. Hier kann ich mich meinem aktuellen Forschungsfeld der Medienethnologie annähern.

Was untersuchen Sie?

JK: Ich gehe langfristig der Frage nach, wie sich die teilstaatliche Institution der südafrikanischen Rundfunkgesellschaft SABC mit den weiteren gesellschaftlichen Umbrüchen nach dem Ende der politischen Apartheid verändert hat. Entsprechend bin ich auch im zweiten Bereich meiner Lehre im WS 2017/18, ‚Zur Untersuchung sozialen Wandels. Theorien, Methoden, Grenzen‘ nah an meinen eigenen wissenschaftlichen Interessen. Zusätzlich interessiert mich besonders die Vernetzung im Bereich der Visuellen Anthropologie, da ich zur Zeit im Team an der Fertigstellung eines ethnographischen Films zu indo-muslimischen Verwandtschaftsbeziehungen in Johannesburg/Südafrika arbeite (Dreharbeiten Dezember 2015). Ich freue mich darauf, zu diesen und anderen Themen mit Studierenden während der Lehre und im Rahmen vieler anderer Veranstaltungen ins Gespräch zu kommen.

Das klingt spannend! Ihr Angebot nehmen unsere Studierende sicherlich gerne an. Vielen Dank für das Gespräch und herzlich Willkommen bei uns am Institut!

Julia Koch

 

 

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Nicht verpassen: Praktikums- und Jobmesse für Studierende der Sozialwissenschaften

Am 14. und 15. November 2017 findet jeweils von 11-16 Uhr die SOWiGo-Messe im Oec. statt. Auf der Website zur SoWi GO! (www.sowi.uni-goettingen.de/pub-sowigo) sind  teilnehmenden Unternehmen und Einrichtungen dargestellt, ebenso das Vortragsprogramm samt den vorab beginnenden Veranstaltungen ab dem 01.11.2017.

Auch die Alumni-Reihe „Berufsperspektiven für Studierende der Sozialwissenschaften“ findet im WiSe 2017/18 statt. Am Programm nehmen ReferentInnen u.a. aus der Bildungsarbeit, dem Gesundheitsmanagement und der Politikberatung teil. Die Reihe startet am 09.11.2017 um 18:15 Uhr im OEC 0.169, das vollständige Programm kann hier eingesehen werden: http://www.sowi.uni-goettingen.de/pub-berufsperspektiven.

SoWiGo

 

Nachwuchsförderung von Masterarbeiten mit Entwicklungsländerbezug

Die Fakultät für Agrarwissenschaften hat mit der AKB Stiftung eine Nachwuchsförderung von Masterarbeiten mit Entwicklungsländerbezug initiiert.
Ziel der Förderung ist die Unterstützung der Feldforschung in Entwicklungsländern. Der Aufenthalt im Rahmen der Masterarbeit kann an einer Universität, Forschungseinrichtung oder anderen Kooperationspartnern in Entwicklungsländern erfolgen und z.B. Feldstudien, Durchführung von Befragungen, Recherchen oder Sammelreisen beinhalten.
Da sich aus allen CBL-beteiligten Fakultäten Masterstudierende bewerben können, werden diese Mittel durch das CBL verwaltet.
Der nächste Bewerbungstermin ist der 15. November 2017. Förderbeginn nach dem 01. Januar 2018.
Pro Masterarbeit können maximal 2000 Euro Reisezuschuss (länderspezifisch) bewilligt werden.
Die Kriterien zur Mittelvergabe, Bewerbungsunterlagen und Hintergrundinformationen sind unter folgendem Link zu finden:
http://www.uni-goettingen.de/en/534778.html

Studentische Hilfskraft gesucht

Am Institut für Ethnologie der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen ist von Dezember 2017 bis Februar 2019 (15 Monate) eine Stelle für eine studentische Hilfskraft mit 20 Stunden im Monat zur Unterstützung bei der Auswertungsstudie des Postdoc Fellowship-Programms „Knowledge for Tomorrow – Cooperative Research Projects in Sub-Saharan Africa“ (Volkswagen-Stiftung) zu besetzen.

Für mehr Informationen siehe Anhang.

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Einladung zur Fachgruppensitzung

Ein neues Semester liegt vor uns und die erste Sitzung der Fachgruppe Ethnologie steht an, zu der wir euch herzlich einladen.

Am Mittwoch, den 18.10.2017 um 18 Uhr im Hörsaal des Instituts für Ethnologie habt ihr die Möglichkeit, euch mit euren Mitstudierenden auszutauschen und euer Studium aktiv mitzugestalten. Ihr könnt Ideen fürs Ethno-Café einbringen, Fragen rund ums Studium stellen oder einfach nur reinschnuppern und zuhören.

Die Fachgruppe Ethnologie ist Ansprechpartner für die Studierenden der Ethnologie und vertritt deren Interessen am Institut für Ethnologie. Sie betreut Erstsemester während der Orientierungsphase und berät Studierende im Verlauf ihres Studiums. Die Fachgruppe Ethnologie organisiert die Sommer- und Winterfeste des Instituts sowie die, durch Studienqualitätsmittel geförderte, Veranstaltungsreihe „Ethno-Café“.

Weitere Fachgruppensitzungen im Wintersemester 2017/2018:

01.11.2017
15.11.2017
29.11.2017
13.12.2017
10.01.2018
24.01.2018

Wir freuen uns auf euch!

taz Artikel ‚Der Kampf um Deutungs-hoheiten‘

Am 13.10.2017 ist in der taz ein Artikel zur Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde, die vom 7. bis zum 14.10.2017 in Berlin stattgefunden hat, erschienen. 

‚Ethnologische Perspektiven werden am Humboldt Forum eine wichtige Rolle spielen. Mit diesen und mit den veränderten Fragestellungen der Disziplin in einer Welt der Migration beschäftigte sich eine Tagung in Berlin. An deren Ende standen eine Umbenennung und noch mehr Fragen‘

Link zum taz Artikel: Der Kampf um Deutungshoheiten

 

Ausstellungseröffnung: Künstlerische Lebenswelten in Ghana – Impressionen einer studentischen Feldforschung

Das Institut für Ethnologie und die Ethnologische Sammlung der Georg-August-Universität Göttingen laden herzlich ein zur Ausstellungseröffnung ‚Künstlerische Lebenswelten in Ghana. Impressionen einer studentischen Feldforschung‘ am Donnerstag, dem 19. Oktober 2017 um 18 Uhr (s.t.), Ethnologische Sammlung Göttingen, Theaterplatz 15 (Hörsaal, 2. Etage).

Gespräche von Marktfrauen, Erinnerungen an die Sklaverei, Aspekte der eigenen Identität oder der Beziehungen zwischen Frauen und Männern sind nur einige der Themen, die ghanaische Künstler aus Cape Coast und Kumasi in ihren Werken aufgreifen. Die beiden Studierenden der Ethnologie, Jacqueline Est und Julian Imort, sind im Rahmen der Forschungen zu ihren BA-Arbeiten nach Ghana gereist. Sie haben sich mit den Künstlern unterhalten und einige ihrer Werke nach Göttingen mitgebracht. Bei ihren Begegnungen hat sie nicht nur die Kunst selbst, sondern auch die ökonomischen Bedingungen, unter denen sie entsteht, wie auch die Motivation der Künstler interessiert.

Die Ausstellung präsentiert Gemälde und handgefertigte Artefakte mit Kommentaren zeitgenössischer ghanaischer Künstler, die ihre Kunst überwiegend im Touristensektor anbieten. Sie beleuchtet die Intentionen der Künstler bei ihrer Arbeit und fragt nach dem Verhältnis von Eigeninterpretationen und möglichen Stereotypen von Touristen.

Unterstützt wurde Forschung und Ausstellung von „Kreativität im Studium“, einem Programm der AKB-Stiftung und der Georg-August-Universität Göttingen.

Eröffnet wird die Ausstellung von Dr. Michael Kraus, Kustos der Ethnologischen Sammlung, sowie Julian Imort, einem ihrer studentischen Kuratoren. Nach den Eröffnungsworten laden wir zu einem kleinen Umtrunk ein.Ausstellungseröffnung

Die Fachgruppe präsentiert: Ethno-Café im Wintersemester 2017/18

Begleitet uns auf unserer Exkursion zur ehemaligen Deutschen Kolonialschule in Witzenhausen, erfahrt wie unser Studiengangsbeauftragte vom Missionar zum Ethnologen wurde und begebt euch mit euren KommilitonInnen beim Ethno-Dinnerhopping auf kulinarische Feldforschung in Göttingen!

Außerdem tauchen wir einen Abend lang ein in die Arbeit der Ethnologischen Sammlung, lassen uns erklären wie die Hochschulwahlen funktionieren (mal ehrlich, wer blickt da schon durch?) und beschäftigen uns beim Filmabend kritisch mit Konfliktmineralien aus dem Kongo. Außerdem laden wir auch in diesem Jahr ganz herzlich ein zur Weihnachts- und Jahresabschlussfeier im Weltladencafé! 

Ethno-Café WiSe 2017 2018
Ethno-Café WiSe 2017 2018

GISCA 15: ‚Same same but different‘ – Jonathan Yainishet 2017

Yainishet

 

Based on ethnographic fieldwork in Seoul, this paper examines processes of ethnic
differentiation concerning North Korean migrants in South Korea. Making use of
anthropological insights into ethnicity and ethnic boundary making, it explores how the
notion of a unified, homogenous Korean people emerged historically and how the (post-)
Cold War border regime on the Korean peninsula engenders an othering of North Korean migrants in South Korea through idioms of ethnicity, despite discourses on multiculturalism and a waning of ethno-nationalist sentiments in South Korea. I argue that the increased influx of North Korean migrants in South Korea provides the background not only for (re-)negotiations of ethnic nationalism but also of ethnic identity and ethnic unity in South Korea.

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The Göttingen Institute of Social and Cultural Anthropology (GISCA) Occasional Paper Series publishes excellent student theses, current research findings of the institute’s researching and teaching staff as well as outstanding talks at our institute’s colloquium.